07/09/2023
𝐊𝐚𝐭𝐡𝐚𝐫𝐢𝐧𝐚 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐦𝐮𝐭𝐡: 𝐆𝐚𝐬𝐭𝐰𝐢𝐫𝐭𝐢𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐋𝐞𝐢𝐛 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞
𝐒𝐢𝐞 𝐬𝐭𝐚𝐫𝐛 𝐚𝐦 𝟐𝟗. 𝐀𝐮𝐠𝐮𝐬𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝟖𝟓 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧
Arnbruck. Große Trauer löste der Tod von Katharina Freimuth nicht nur in ihrer Familie und im Hotel Hubertus aus, sondern auch in der Bevölkerung, die die Verstorbene bis zuletzt als menschenfreundliche Gastwirtin und tüchtige Köchin außerordentlich schätzte. Um sie trauern ihr Gatte Hubert, die Kinder Hubert, Adelheid und Thomas, Neffe Ingo Vogl, Enkel und Urenkel sowie ihre Geschwister mit Familien.
Katharina Freimuth wurde am 17. 4. 1938 in Ludwigsberg bei Weißenregen als 4. von 7 Kindern der Landwirtseheleute Otto und Katharina Pongratz geboren. Nach ihrer Schulzeit in Weißenregen arbeitete sie im Straubinger Tierpark als Kellnerin und wechselte in ein Gasthaus nach Steinbühl, wo sie Hubert Freimuth kennenlernte, den sie 1961 in Altötting heiratete. Beide pachteten zuerst die Gaststätte „Zur Klause“ in Weißenregen und 1965 das Gasthaus „Lederer“ in Arnbruck. Nacheinander wurden ihre Kinder Hubert, Heidi, Thomas und Arno geboren.
1969 kauften die Eheleute das Grundstück in der Riedelsteinstraße und bauten dort die Hotelpension „Hubertus“ die sie 1971 eröffneten. Mit unglaublichem Fleiß, Geschick und Können erweiterten sie durch mehrere An- und Umbauten das Anwesen zum heutigen Hotel. Katharina war mit Leib und Seele Gastwirtin. Sie liebte die Geselligkeit, organisierte die Abläufe im Betrieb, unterstützte Vereine, arbeitete von früh bis spät und hatte immer ein offenes Ohr für jedermann. Sie war bei jedem, der sie kannte, geschätzt und bliebt, viele über Jahrzehnte kommende Stammgäste genossen ihre warmherzige, wohlwollende Art und die heimelige familiäre Atmosphäre. Ihre große Leidenschaft war bis zuletzt die Küche, dort war sie in ihrem Element und bekochte ihre Lieben und Gäste mit Liebe und Leidenschaft.
Sie blieb nicht von Schicksalsschlägen verschont. 2016 verstarb ihre geliebte Schwiegertochter Evi Freimuth, 2019 ihr jüngster Sohn Arno, den sie wegen seiner Behinderung besonders liebevoll umsorgte und ins Herz geschlossen hatte. In diesem Frühjahr hatte Katharina immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, obwohl sie jeden Tag in der Küche arbeitete. Als sie ins Krankenhaus Viechtach eingeliefert wurde, half die Familie zusammen und erhielt den Betrieb aufrecht. In der Klinik wurde eine heimtückische Krankheit festgestellt. Pfarrer Josef Gallmeier spendete ihr am 29. August die Krankensalbung. Tochter Heidi war die letzten Tage bei ihr am Sterbebett und begleitete sie in ihren letzten Stunden. – hw
Bild: Katharina Freimuth, 85. Foto: Freimuth