03/10/2026
Wenn die Hirten heimkehrten, durfte der Wolf zurück in den Wald.
Das Wolfaustreiben gehört zu den alten Hirtenbräuchen des Bayerischen Waldes. Wenn im Herbst das Vieh von den Weiden zurück in die Ställe kam, endete das Hirtenjahr.
Dann wurden die schweren Glocken selbst getragen. Goaßln knallten. Lärm erfüllte die Dörfer.
Eine alte Vorstellung dahinter: Während des Sommers mussten Wolf und andere Gefahren vom Vieh ferngehalten werden. War das Vieh wieder sicher im Stall, gehörte der Wald symbolisch wieder dem Wolf.
Später verband sich der Brauch auch mit Erzählungen vom Vertreiben böser Geister und dem Beginn der dunklen Jahreszeit.
Eine Tradition, die im Bayerischen Wald bis heute lebt.
Am 6. November 2026 wird sie beim Freyunger Wolfaustreiben am Stadtplatz Freyung wieder lebendig.
Wolfsteiner Bergchalets – dort, wo der Bayerische Wald seine Geschichten erzählt.
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