21/07/2023
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wir möchten nochmal auf eine äußerst besorgniserregende Entwicklung aufmerksam machen, die viele Betriebe der Gastronomiebranche betrifft. Es steht die geplante Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes von 7% auf Speisen im Restaurant auf 19% zur Debatte.
Diese drastische Steuererhöhung hätte schwerwiegende Konsequenzen für zahlreiche Unternehmen. Wenn Speisen mit einem Steuersatz von 19% belastet werden, obwohl sie zuvor beim Einkauf lediglich mit 7% besteuert wurden, ist dies aus unserer Sicht nicht nur unfair, sondern auch existenzbedrohend.
Auch der Restaurantbesuch muss weiterhin für alle bezahlbar bleiben und darf nicht zum Luxusgut werden!
Wir möchten darauf hinweisen, dass in insgesamt 23 europäischen Ländern ein niedrigerer Mehrwertsteuersatz auf Speisen angewendet wird. Die geplante Anpassung in Deutschland würde somit eine gravierende Wettbewerbsverzerrung im grenznahen Raum zur Folge haben.
Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit einer solchen Maßnahme. Warum sollen gerade diejenigen, die ohnehin schon stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, nun zusätzlich mit höheren Steuern belastet werden?
Als Verband setzen wir uns vehement dafür ein, dass diese Entscheidung überdacht und alternative Lösungen gefunden werden. Eine faire Besteuerung und der Erhalt der Gastronomiebetriebe sollten im Fokus stehen.
Wir beobachten die Situation weiterhin genau und stehen im Austausch mit den entsprechenden politischen Gremien. Wir appellieren an Eure Solidarität und Unterstützung, um gemeinsam für eine gerechte Lösung einzustehen.
Mit besorgten Grüßen,
DEHOGA Westfalen e.V.
Der Artikel stammt aus der Münsterland Zeitung vom 19.07. die Inhalte sind Urheber -und Nutzungsrechtlich geschützt