30/03/2016
Der (Neu-)Anfang für ein Torgauer Jugendparlament ist auf den Weg gebracht
Am Karfreitag trafen sich Schülersprecher der beiden örtlichen Gymnasien, Janine Kraske und Robin Lippe, der Vorstandsvorsitzende des Kreisschülerrates Nordsachsen, Niclas Grocholski, und der 1. Sprecher des Kinder- und Jugendparlamentes Borna, Paul Podbielski, der auch Gründungsmitglied der Bundesvereinigung für Jugendbeteiligung ist, in Torgau. Dabei ging es um die Möglichkeit eines Jugendparlamentes in Torgau. Ausgehend von den Erfahrungen aus Borna und anderen Städten wie Leipzig und Zeitz wurden Ideen gesammelt welche Form der Jugendbeteiligung in Torgau aus Sicht der Schüler wünschenswert wären.
Für Paul Podbielski was es nicht die 1.Zusammenkunft bezüglich einer Jugendvertretung in Torgau. Bereits Mitte 2015 gab es hierzu verschiedene Treffen in der Großen Kreisstadt, so unter anderem mit Vertretern der Initiative „Torgau 2023“, die sich bereit erklärt haben das Vorhaben aktiv zu begleiten.
Einig war man sich u.a. darüber, dass nicht nur in Torgau wohnende, sondern auch Jugendliche, die beruflich oder schulisch mit Torgau zu tun haben, in einen Jugendparlament mitwirken können. Es wurde über verschiedene Altersgrenzen diskutiert. In einigen Städten können sich Jugendliche ab 14 Jahren zur Wahl stellen. Es gibt hingegen auch Orte in denen man bereits ab einem Alter von 10 Jahren im Kinder- und Jugendparlament Mitglied werden kann.
Ausgiebig wurde über die verschiedenen Möglichkeiten auch „außerparlamentarisch“ für die anderen Jugendlichen tätig zu werden gesprochen. So hat das KiJuPa-Borna .z.B. verschiedene Sport- (Skateboardcontest, Fußballtuniere,…) und Kulturevents (Konzert mit Y-TITTY, Rave im Schwimmbad, …), Workshops (Graffiti, Medientechnik, Kochen, …) sowie vor den einzelnen Kommunalwahlen eigene Wahltalks mit den Kandidaten organisiert.
Zu Beginn des Treffens wurden auch Ideen zur Ausgestaltung des Holocaust-Gedenktages 2018 beraten. Hierzu war auch Ulf Podbielski von Torgauer Geschichtsverein anwesend, der einige wenig bekannte Ereignisse und Orte aus dieser Zeit in Torgau kurz vorstellte.
Zum Ende der über 3-stündigen Zusammenkunft waren sich alle Anwesenden darüber einig, dass auch in Torgau ein (Kinder- und) Jugendparlament wieder eine Zukunft haben soll. Im nächsten Schritt kommt es jetzt darauf an weitere interessierte Jugendliche zu finden, die Lust und Interesse haben in einem Torgauer Jugendparlament mitzuarbeiten.
(Paul Podbielski)