25/05/2025
🌧️ Drei Wochen Regen im Salzkammergut – und dann?
Drei Wochen lang fiel der Regen –
auf stille Seen, moosbedeckte Steine,
auf hölzerne Bootshäuser und verwachsene Pfade.
Die Berge verschwanden im Nebel,
das Tal atmete langsamer,
die Welt wurde weich.
Zwischen Tropfen und Dunst blieb das Licht –
gedämpft, aber lebendig.
Ein Garten am Wasser,
Skulpturen, die schweigend über das Grün wachten.
Kein Laut, nur das tiefe Einverständnis der Natur.
Denn das Salzkammergut kennt das Maß der Zeit.
Hier muss nichts laut werden, um zu wirken.
Hier darf der Regen sprechen –
in leisen Versen aus Geduld und Neubeginn.
Und wenn schließlich die Sonne zurückkehrt,
wird sie auf mehr scheinen als nur auf glänzende Ufer:
Auf Klarheit. Auf gewachsenes Vertrauen.
Auf einen Anfang,
der still und stark im Regen gereift ist.