01/04/2026
Eibiswald lebt – eine Klarstellung
Eigentlich sagt man, man solle über manche Dinge Gras wachsen lassen. In diesem Fall ist das allerdings nicht möglich. Denn je mehr Tage seit dem Bericht der ORF-Sendung „Aufsperren statt zusperren „ vergehen, desto mehr zeigt sich: Die darin gezeichnete Darstellung von Eibiswald wird der Realität nicht gerecht – und sorgt zunehmend für Unverständnis und Ärger.
Unsere Meinung dazu: Die Gastronomie hat sich verändert. Früher gab es allein im Markt Eibiswald rund 18 Lokalitäten – heute sind es deutlich weniger. Doch das bedeutet keineswegs Stillstand.
Eibiswald verfügt weiterhin über eine funktionierende und lebendige Gastwirtschaft sowie einer großartigen Infrastruktur. Im Ortskern bestehen mehrere Kaffeehäuser sowie ein Hotelrestaurant, außerhalb ergänzen weitere Betriebe, Restaurants und Buschenschänken das Angebot.
Gerade die Weinbau- und Buschenschankkultur in der Umgebung ist ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Identität und trägt maßgeblich zur touristischen Attraktivität bei. Ergänzt wird dieses Angebot durch verschiedene Nächtigungsmöglichkeiten – von einem Hotelbetrieb über traditionelle Gasthäuser bis hin zu Privatzimmervermietungen und einem sehr gut frequentierten Campingplatz.
Ein wichtiger Impuls für den Tourismus ist zudem die positive Entwicklung im Radbereich: In den vergangenen Jahren wurden durch den Radclub Eibiswald zahlreiche Strecken ausgebaut, erweitert und professionell gestaltet. Dadurch besuchen zunehmend mehr Radurlauber die Region. Mit dem neuen Meridiem Trail, der durch Eibiswald führt, wird dieser Trend zusätzlich verstärkt und der Ort weiter belebt.
Darüber hinaus ist die Region stark saisonal geprägt: Während in den Wintermonaten (in diesem Zeitraum wurde auch die Sendung gedreht) naturgemäß weniger Betrieb herrscht, zeigt sich Eibiswald vom Frühling bis in den späten Herbst als lebendige und gut besuchte Destination.
Die Entwicklung ist klar: Es gibt heute weniger Betriebe als früher, aber weiterhin eine lebendige und funktionierende Struktur. Eine einseitig negative Darstellung wird dieser Realität nicht gerecht.
Eibiswald lebt – wenn auch im Wandel, man muss nicht immer alles „schlecht reden“ und wie man hört, sperrt demnächst wieder ein neuer Gastronomiebetrieb auf…