28/05/2026
Es ist an der Zeit, eine Lanze für Roland Velich zu brechen, dem Österreich und vor allem der österreichische Rotweinbau viel zu verdanken hat. Er hat sich 25 Jahre lang darum bemüht - fast im Alleingang und ohne jede eigene Basis - der international kaum beachteten Rebsorte Blaufränkisch jede Geltung zu verschaffen, die die Bewertung seines Lutzmannsburg AR 2023 durch James Suckling mit der Höchstnote von 100 Punkten jetzt beweist. Statt ihm dafür die gebührende Anerkennung zu zollen und sich für Österreich über diese Leistung zu freuen, kommt er jetzt unter die Räder der leider nur allzu bekannten reaktionären österreichischen „Jetzt erst recht“ Haltung. Diese Haltung führt dazu, anstatt seinen legitimen Aufruf, die Gesetzgebung der Prüfnummernvergabe im Interesse der gesamten(!) Branche zu überdenken, ihm nun Eigennutz und niedere Motive zu unterstellen. Die dt. Wirtschaftsweise Veronika Grimm bemerkte jüngst in einem Interview:
„Wenn man aber diejenigen mit anderen Auffassungen als Person diskreditiert, sobald einem die Argumente ausgehen, ist das problematisch. Die Folge ist, dass bei unbequemen Debatten schnell niedere Motive unterstellt werden und die Sachebene ausgeschaltet wird. Damit werden ernsthafte Reformdebatten schwierig.“