22/03/2020
Glück auf Neuropa.
Die stärksten und nachhaltigsten Entwicklungen sind oft von Ausnahmezuständen ausgegangen oder wurden von Krisen beschleunigt. Dies zeigt die Geschichte der Zivilisationen, der Revolutionen und der Weiterentwicklungen. Menschen, Gruppen und ganze Gesellschaften werden in kurzer Zeit gezwungen, eingelernte Verhaltensmuster zu verlassen, ihre Rituale abzuändern, völlig neue Haltungen einzunehmen und bislang Unerprobtes zu erproben. Die Verwerfungen im Sozialwessen, der Kunst und Kultur, der Wirtschaft und Industrie erzwingen einen Perspektivenwechsel und machen bislang Unmögliches notwendig.
Zum ersten Mal in unserem Jahrhundert wird es wohl eine Pandemie, ausgelöst durch COVID19, sein, die uns durch Tod und Leid zu neuen Erkenntnissen und drastischen Handlungen zwingt. Die Seuche lässt uns erkennen, wie infektiös der Virus auch für globale Fehlentwicklungen als auch nationale sowie regionale Versäumnisse auch im Bereich der Wirtschaft ist.
Marshallplan 2.0.20
Auf allen Kontinenten, vor allem aber in Europa wird es zu einer weiteren Form und Phase der Reindustrialisierung kommen. Europas Staaten werden industrielle Lieferketten überprüfen, um Geschäfte in den strategisch wichtigsten Bereichen wieder zu lokalisieren und souverän und unabhängig zu werden. Geschäftsführungen und Politik werden dabei weite Strecken im Gleichklang vorrausgehen. Die massiven wirtschaftlichen Einbußen der gesamten Union wird es langfristig notwendig machen, mit Konjunkturpaketen die Volkswirtschaften zu stützen, Unternehmen liquide zu halten, Massenarbeitslosigkeit und damit auch einhergehende soziale Unruhen und Ungerechtigkeiten zu verhindern und einen Wiederaufbau zu ermöglichen.
Das ist zwar erst die Phase 2 nach der Krise, aber an diesen Marshallplan 2.0.20 sollten wir jetzt schon mitwirken.
Glück auf!