28/08/2026
Die Almer Wallfahrt, auch Bartholomä Wallfahrt genannt, ist eine der ältesten Hochgebirgswallfahrten Europas mit einer Maximalhöhe von 2.197 Metern und einer Gehzeit von rund neun Stunden
Von Maria Alm am Hochkönig über das Riemannhaus und das Steinerne Meer, vorbei am Kärlingerhaus und dem Funtensee, bis hinunter nach St. Bartholomä am Königssee, ein anspruchsvoller Weg durch die beeindruckende Bergwelt.
Die Almer Wallfahrt ist weit mehr als eine Wanderung. Sie ist gelebte Tradition, Glaube und ein Stück Geschichte, das seit Generationen weitergetragen wird.
Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1635 zurück. Der Überlieferung nach entstand die Wallfahrt als Dank für das Überstehen mehrerer Pestepidemien. Ein besonders tragisches Kapitel ereignete sich 1688, als ein Pilgerboot auf dem Königssee kenterte und 71 Menschen ihr Leben verloren. Zum Gedenken an die Verstorbenen wird bis heute ein Kranz an der Falkensteiner Wand niedergelegt.
Nach den politischen Wirren nach dem Ersten Weltkrieg geriet die Tradition in Vergessenheit. 1951 wurde sie auf Initiative der Almer Musikkapelle wieder ins Leben gerufen und bis heute lebt dieser besondere Brauch weiter.
Am ersten Samstag nach dem Bartholomäustag (24. August) machen sich jedes Jahr zahlreiche Pilger auf den Weg. Was sie verbindet, ist nicht nur das gemeinsame Ziel, sondern der Weg selbst: die Stille der Berge, die Anstrengung, die Gemeinschaft und das Bewusstsein, Teil einer jahrhundertealten Tradition zu sein.
Ein Weg, der verbindet.
Ein Weg, der erinnert.
Ein Weg, der bleibt.
Organisiert wird es von der Trachtenmusikkapelle Maria Alm.
www.tmk-maria-alm.de
Stock Bilder: Trachtenmusikkapelle Maria Alm, Hochkönig und Berchtesgaden Tourismus.