12/08/2025
Unsere Bühne im Einsatz! 💪🏻
Das Land Salzburg erhält keine Entschädigung für die Sanierung des einsturzgefährdeten Südportals des Schmittentunnels in Zell am See. Laut einem Gutachten sind die Schadenersatzfristen längst verjährt, zudem ist die Hauptbaufirma Alpine insolvent. Die Sanierung kostete rund drei Millionen Euro.
Unabhängige Bautechniker:innen stellten fest, dass die Tunneldecke von Anfang an nicht für die Last des darüberliegenden Erdreichs ausgelegt war. Mehrere Firmen errichteten den Tunnel zwischen 1991 und 1996, die Umfahrung für Zell am See war ein Sonderprojekt zweier Vorgängergesellschaften der heutigen ASFINAG.
Der Vergabeakt für den Bauabschnitt ist heute nicht mehr auffindbar. Laut Gutachten wurden damals nicht die Originalpläne, sondern eine „Firmenvariante“ umgesetzt. Für Rechtsexperte Georg Graf von der Universität Salzburg steht fest, dass Alpine und deren Planungsbüro verantwortlich seien. Ansprüche könne das Land dennoch nicht mehr durchsetzen – sowohl die dreijährige als auch die dreißigjährige Verjährungsfrist sind abgelaufen.
2013 meldete Alpine mit 2,9 Milliarden Euro Schulden Insolvenz an – die zweitgrößte in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte. Der Tunnel musste mit dicken Baumstämmen abgestützt werden, um einen Einsturz zu verhindern.