13/10/2026
Die Strahlentherapie spielt eine wichtige Rolle in der interdisziplinären Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms. Die Wahl des Behandlungsansatzes richtet sich nach der Verteilung und den Eigenschaften der Metastasen sowie den individuellen Therapiezielen.
Die konventionelle perkutane Strahlentherapie wird häufig zur Symptomkontrolle eingesetzt, insbesondere bei schmerzhaften Knochenmetastasen. Bei ausgewählten Patientinnen mit einer begrenzten Anzahl von Metastasen ermöglicht die stereotaktische Strahlentherapie (SBRT) die hochpräzise Bestrahlung definierter Läsionen mit einer begrenzten Anzahl an Fraktionen.
Die Bestrahlungsplanung umfasst eine bildgebende Diagnostik zur Abgrenzung des Zielvolumens sowie die Beurteilung benachbarter Risikoorgane. Die Dosis und Fraktionierung werden entsprechend der Behandlungsindikation, der anatomischen Lokalisation und den individuellen klinischen Faktoren festgelegt.
Die Wahl der Bestrahlungstechnik berücksichtigt somit sowohl das Ausmaß der metastasierten Erkrankung als auch das angestrebte Therapieziel.
Anlässlich des Awareness Day für metastasierten Brustkrebs unterstreichen wir die Bedeutung kontinuierlicher Forschung und evidenzbasierter, individualisierter Behandlungsstrategien.