12/07/2026
Danke Darija Kasalo
Gedanken einer Wirtin in Wien 💭💭💭
Das Herzschlag-Manifest einer der vielen Gastgeber:innen 💗💗💗
Wenn die Nachricht vom Verlust eines Weggefährten wie ein Blitz einschlägt, bleibt die Welt für einen Moment stehen. Sie hinterlässt eine Stille, die lauter ist als jeder Lärm in einer Küche.
In diesem Moment wurde mir bewusst, wie schmal der Grat ist, auf dem wir Gastgeber:innen uns tagtäglich bewegen.
Ein Lokal ist nicht einfach ein Raum mit Tischen und Stühlen. Es ist ein lebendiger Organismus. Ein Kraftort für Menschen. Ein Rückzugsort für Freigeister. Ein Hafen der Begegnung – ein Ort, an dem gelacht, geweint, gefeiert, genossen und das Leben geteilt wird. Ein dreidimensionales Blatt indem täglich gezeichnet wird.
Solche Orte entstehen nicht von selbst. Sie entstehen aus Herzblut, Leidenschaft und der tiefen Überzeugung, etwas Wertvolles zu schaffen.
Hinter diesem Herzblut steht – in meinem Fall – eine Wirtin, die seit Jahren alles für diesen Ort gibt: mindestens 95 Stunden Arbeit Woche für Woche. Keine Millionen am Konto. Kaum Privatleben. Jahre ohne Urlaub. Immer mit dem Ziel, den Laden am Laufen zu halten.
Dazu kommt der tägliche Spagat zwischen der Lebensfreude unserer Gäste und der gewünschten Ruhe der Nachbar:innen. Immer zwischen leise und laut.
Der unsichtbare Berg aus Bürokratie, Abgaben, Vorschriften und immer neuen Auflagen.
Wir sind oft der Puffer einer Gesellschaft, die immer ungeduldiger wird. Wir sollen das Leben in dieser Stadt ermöglichen, dürfen aber gleichzeitig kaum Raum dafür einnehmen. Wir sollen wirtschaftlich überleben, während uns Bürokratie und steigende Belastungen die Luft zum Atmen nehmen.
Manchmal fühlt es sich an, als würde Individualität langsam verdrängt werden – zugunsten austauschbarer Konzepte und seelenloser Ketten.
Doch wir dürfen uns von diesem Druck nicht brechen lassen.
Gefühle wie Schuld, Scham,
Versagensängste dürfen und sollen laut ausgesprochen und nicht mehr tabuisiert werden. Ich kenne diese Gefühle sehr gut und traue mich soeben sie öffentlich zu machen.
Unsere Kraftorte sind die Seele dieser Stadt. Sie machen Wien zu Wien. Städte zu Städten. Metropolen zu Metropolen.
Aber kein Lokal dieser Welt ist es wert, dass eine Wirtin oder ein Wirt daran zerbricht.
Das Wertvollste in einem Betrieb ist nicht der Umsatz. Nicht der Euro. Sondern der Mensch, der ihn mit Herz, Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz trägt.
Wir müssen beginnen, besser aufeinander aufzupassen.
Uns zu vernetzen. Uns gegenseitig zu stärken. Uns zu wehren, wenn die Last zu groß wird. Und den Mut zu haben, Hilfe anzunehmen, bevor es zu spät ist.
Damit unsere Freiräume überleben.
Und wir mit ihnen.
Denn Wien lebt von seinen unabhängigen Wirt:innen, Cafés und Restaurants. Von Orten mit Charakter, Geschichte und Seele.
Wir brauchen eure Unterstützung. 🙏🙏🙏
Organe wie Stadt Wien Michael Ludwig Beate Meinl-Reisinger Andreas Babler Christian Stocker Alexander Van der Bellen etc.
Kritische Stimmen wie :
Corinna Milborn Florian Klenk Manfred Rebhandl
Falter. Die Wochenzeitung aus Wien.
radio FM4 DER STANDARD
etc. sollen, müssen, dürfen hinsehen, was mit unserer Kultur passiert.
BITTE, BITTE, BITTE!
Gedanken einer Wirtin, die noch immer an ihren
Traum glaubt. 🍀🍀🍀
Für Orte, die Wien erst lebenswert machen, wie zB.:📍 Shalimar (Schmalzhofgasse 11)📍 Café Korb📍 Das Augustin📍 Café Weidinger📍 ERICH / ULRICH📍 Espresso (Burggasse)📍 Weinhaus Sittl📍 Harvest Café Vienna📍 Anzengruber📍 Das kleine Café, 📍Erdgeschoss 📍und so viele mehr.
Bitte verzeiht, wenn ich nicht alle wunderbaren Orte, dieChristian Wukoniggn, erwähnt habe – ergänzt sie bitte unbedingt in den Kommentaren!
In Memoriam an Christian Wukonigg 🕊️🕊️🕊️
Shalimar - Schmalzhofgasse 11
CAFE KORB
ULRICH
ERICH
Das Augustin
ARENA WIEN
Kramladen
rhiz Vienna
Espresso Burggasse
Harvest Café Vienna
Cafe Stadtbahn
Top Kino
schikaneder
Loosbar
FLEX
fluc + fluc wanne
Café Prückel
Uvm.