16/08/2026
Die Waren-, Personal-, Betriebs- und Energiekosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Mehrwertsteuer und die Sozialabgaben kennen nur eine Richtung: nach oben. Zahlreiche Vorschriften und administrative Aufgaben erhöhen unseren Aufwand und damit die Preise für den Gast. Viele Gäste essen seltener auswärts oder wählen günstigere Angebote.
Was es jetzt braucht:
1. Agrarmärkte: Die hohen Schutzzölle sind abzubauen. Wir bezahlen für Fleisch zwei- bis dreimal mehr als unsere Kollegen im benachbarten Ausland, für gewisse Nahrungsmittel je nach Jahreszeit sogar das Fünffache.
2. Mehrwertsteuer: Wir brauchen einen Sondersatz für die Gastronomie, so wie ihn viele europäische Länder kennen. Hohe Mehrwertsteuern sind beschäftigungs- und umweltpolitisch falsch!
3. Lohnnebenkosten: Der ständige Sozialausbau muss aufhören. Sozialversicherungen müssen optimiert und der Missbrauch wirksam unterbunden werden.
4. Entfesselung: Mehr Freiheit kann es nur mit «weniger Staat» geben. Es braucht die «Verwaltungsbremse» der Jungfreisinnigen und einen substanziellen Bürokratieabbau. Das wird die produktiven Teile der Wirtschaft stärken!
5. Preisbildung: Die Gäste müssen noch besser verstehen, dass sie vor allem für die Dienstleistung und das Drumherum bezahlen. Ein ehrliches Storytelling sowie eine hohe Service- und Produktqualität helfen, die betriebswirtschaftlich notwendigen Verkaufspreise am Markt durchzusetzen.
6. Produktivität: Auch in der bedienten Gastronomie lässt sich vieles optimieren. Investitionen in rationellere Abläufe lohnen sich in einem Hochlohnland wie der Schweiz rasch.
7. Bildung: In die Mitarbeiter zu investieren, steigert ebenfalls die Produktivität. Attraktive Ausbildungsmodelle und Weiterbildungsmöglichkeiten gewinnen mehr Menschen für die Gastronomie und halten sie im Beruf.
8. Verständnis: Restaurants sind nicht einfach Konsumangebote. Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit müssen noch besser begreifen, dass eine vielfältige, lebendige Gastronomie ein essenzieller Teil der Lebensqualität, des Tourismus und der Standortattraktivität ist.
Wie die bediente Gastronomie ein Produkt für alle bleiben kann -- Die Kostensteigerungen der letzten Jahre zwingen die Gastronomen zu Preiserhöhungen, die sich nicht mehr so einfach am Markt durchsetzen lassen. Ganze Kundengruppen verschwinden. Das Phänomen heisst «Downtrading». Es braucht Mass...