19/12/2025
Menschen wünschen sich noch mehr Wildnis im Nationalpark (80%)
Neue Befragung zeigt höhere Akzeptanz für Prozessschutz
Pressemitteilung vom 17. Dezember 2025
Der Wald im Nationalpark wandelt sich langsam aber stetig zu mehr Wildnis, mit der das Motto des Großschutzgebiets „Natur Natur sein lassen“ auch für die Gäste immer spürbarer wird. Dass das richtig gut ankommt, sich viele Besucherinnen und Besucher sogar noch mehr Wildnis wünschen, zeigt eine repräsentative Umfrage, bei der das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November von rund 1000 Menschen in Baden-Württemberg wissen wollte, wie sie zum Nationalpark Schwarzwald stehen und die Entwicklungen dort wahrnehmen.
Seit 2018 gibt das sozialwissenschaftliche Team des Nationalparks einmal jährlich eine solche Telefonbefragung in Auftrag – um zu untersuchen, wie sich Bekanntheit und Wahrnehmung des einzigen Großschutzgebiets dieser Kategorie im Land entwickeln. Besonders auffällig dieses Jahr: Die deutlich gestiegene Akzeptanz für den Prozessschutz, also für das Konzept, der Natur das Ruder zu überlassen und auf einem Großteil der Fläche nicht mehr einzugreifen. So stimmen 80 Prozent der Befragten ab 14 Jahren der Aussage zu: „Je wilder die Natur im Nationalpark Schwarzwald, desto besser gefällt sie mir“.
Wertschätzung für unberührte Natur
64 Prozent waren der Meinung, es müsse im Naturschutz auch Gebiete geben, „in denen der Mensch seine Finger komplett aus dem Spiel lässt“. 2018 stimmten noch acht Prozent weniger dieser Aussage zu. „Das freut uns natürlich sehr, dass die Menschen die unberührte Natur zu schätzen wissen. Für den Schutz der biologischen Vielfalt, die Forschung und auch die Bildungsarbeit ist es wertvoll, dass wir in Baden-Württemberg Räume haben, in denen sich natürliche Prozesse frei entwickeln dürfen.", sagt Umweltministerin Thekla Walker.
Mehr: https://www.nationalpark-schwarzwald.de/nationalpark/blog/2025/neue-befragung-zeigt-mehr-akzeptanz-fuer-prozessschutz
Foto: Wilder Wald im Nationalpark. © Luis Scheuermann