Der Gasthof entstand schon um 1640, er war anfangs nur ein Gasthof für Fuhrleute und wurde um 1700 vom damaligen Bürgermeister Christian Ernst Küster (seit 1688 Bürgermeister der Talstadt) gekauft und avisierte nun zum Verkehrslokal der vornehmeren Welt.
1711 ließ Bürgermeister Christian Ernst Cüster das Gebäude umbauen.
Somit diente ab 1711 nun das von Bürgermeiste Küster, welcher gleichzeitig als Brauer tätig war, auf altem Grunde völlig neu errichtete Gebäude als Ausspannhof an der alten Handelsstraße Magdeburg/Leipzig. Der Gasthof der Patrizier-Familie hatte natürlich lebhaften Ausspannverkehr. Bereits seit dem Dreißigjährigen Krieg im Besitz der Familie Küster, befand sich hier ab 25. Juli 1713 auch die erste Bernburger Posthalterei, teilweise mit Unterstellplätzen für bis zu 100 Pferden und Kutschen. Bürgermeister C. E. Küster ließ dafür extra in seinem neuen „nahe dem Markte günstig gelegenem Haus schöne Appartements zur Commodität der Passagiers“ einrichten.
Noch bis zur Verlegung des Rathauses und der Errichtung des Finanzamtes in die Bergstadt (1921) war hier ein Kommen und Gehen von angesehenen Gästen.
Weise weiter; am 21. November 1904 ging der „Goldene Löwe“ auf Steinerts Erben über. 1736 durfte der Löwen-Wirt keine Getränke über die Straße „versellen“ (verkaufen) und 1750 zahlte der „Goldene Löwe“ als Gasthof den Fronpfennig: 11 Taler Landsteuer, vier Taler sechs Groschen und zehn Pfennig Schoß sowie einen vierteljährlich fälligen Betrag in Höhe von 14 Groschen.
1789 ward der Wert des Gasthofs auf 3200 Taler festgelegt.
Von 1819 bis 1821 war hier David Steidner Gastwirt, er starb am 6.2.1821 und hinterließ 6 Kinder.
Renommiert wurde der Gasthof besonders ab Oktober 1827 als Hotel-Restaurant „Goldener Löwe“ - ein Neubau - Breite Straße Nr. 3, „vis–à-vis dem Rathause“.
Ab 30. Oktober 1827 wurde der „Goldene Löwe“ nun von Wilhelm Steidner und nach dessen Tode (20.08.1883) auf Wunsch der Erben kurz von Louis Zimmermann weitergeführt.
Sein 50-jähriges Jubiläum der Bewirtschaftung des „Goldenen Löwen“ beging am 30. Oktober 1877 der Hotel-Besitzer H. Steidner (ein ehemaliger Lützower in den Befreiungskriegen), als ein anspruchsloser, allem Gepränge stets abgeneigte Herr, in aller Stille.
Im Auftrag der Erben des verstorbenen Gastwirts Steidner stand der Gasthof mit allem Zubehör an Gast- und Logierzimmern und dem dazugehörigen Inventar ab September 1883 zum Verkauf an; der Gasthof wurde ab 5. Januar 1884 von Robert Steinert (†21.02.1894) käuflich übernommen und bewirtschaftet. Nach dem Tode Robert Steinerts führte Witwe Emilie Steinert das Etablissement in unveränderter
Das „Syphon“ kam 1897 nun auch in Bernburg in Gebrauch und zwar zuerst im November hier im „Goldenen Löwen“. Der Apparat fasste 5 Liter Bier und sein Vorzug bestand darin, dass er stets ein solches Quantum Kohlensäure enthielt, dass das Bier tadellos frisch blieb. In diesen Krügen wurde das edle Bier in die Häuser verabfolgt, es blieb etwa 8 Tage frisch. Nun setzte sich auch der Verkauf des Bieres in den Globus-Selbst-Schänkern „Syphon“ durch.
Durch die Treuhand für Handel und Gewerbe G. m. b. H. in Bernburg wurde im Mai 1922 das Hotel an die Oberkellner Albin Nitsche und Anton Perl, welche langjährige Fachleute in ersten Hotels in Jena gewesen waren, verkauft; die Neueröffnung als „Löwen-Hotel“ erfolgte am 17. Juni 1922.
Am 13. Mai 1927 feierte man das 100-jährige Bestehen des Hotels „vis-a-vis dem Rathause“. Als Nitsche ab 15. August 1926 die „Union“ in der Bergstadt übernahm, führte es Besitzer Anton Perl noch jahrelang allein weiter (bis 1938), zum Tanz spielten in der „Diele“ die „Drei fidelen Jungs“ auf.
Renoviert wurde es in den 1940er Jahren von Rudolf Bolz, so erfolgte auch am 21. August 1942 eine Wiedereröffnung. Der Krieg machte jedoch dem Wirt einen Strich durch seine weiteren großen Pläne. Nach den Kriegswirren wurden Hotel und Restaurant im November 1947 wieder eröffnet. 19654 wurden im Haus sechs Wohnungen eingerichtet, somit wurde der Hotelbetrieb eingestellt.
Im März 1987 erhielt Christine Höfinghoff ( mit Mitarbeiterin Helga Pistorius) das Gewerbe für einen Hotelbetrieb; das nebenan bestehende „Hotel Wien“ wurde am 1. Mai 1987 mit 15 Zimmern mit Bad und 23 Betten, dazu einem Aufenthaltsraum mit gemütlicher Atmosphäre und einem herzhaften Frühstück, eröffnet. Eine den Hotelbetrieb betreffende erteilte Auflage untersagte die Dauervermietung an Betriebe und Einrichtungen. Ende August 1987 verbuchte das Hotel bereits über 500 Personen als Gäste. 1991 kaufte Christine Höfinghoff das verfallene Nebengebäude Breite Straße 3 und begann mit Abriss und Neubau hinter der historischen Fassade. Am 1. Mai 1993 wurde schließlich das Hotel „Askania“ im ehemaligen „Goldenen Löwen“ bezogen.
Mit einer Million-Investition begann am 7. April 1992 hinter der denkmalgeschützten Fassade der Häuser Breite Straße Nr. 2 und 3 auf 1200 m² der Bau des Hotels „Askania“ mit dem Restaurant „Amadeus Nr. 1“, geführt von Christine und auch Ehemann Klaus Höfinghoff. 29 Doppel- und 20 Einzelzimmer bieten nun 80 Gästen Unterkunft. Hinzu kamen 2 Konferenz- und Tagesräume mit umfangreicher moderner Technik und 40 bzw. 25 Plätzen.
Am 23. April 1993 wurde von Hans-Georg Korte für kurze Zeit das „Kartoffelhaus No. 1“ als „Das total unmögliche Wirtshaus“ eröffnet.
Am 28. März 1994 wurden vom Hotel- und Gaststättenverband Sachsen-Anhalt (DEHOGA) dem Hotel „Askania“ „Drei Sterne“ verliehen. Prominente Gäste waren u. a. Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Skisprung-Legende Jens Weißflog oder TV-Sportkommentator Heinz-Florian Oertel, auch Sängerin Ute Freudenberg und Schauspieler Wolfgang Stumph waren hier mehrfach zu Gast.
2001 übernahmen Höfinghoff`s auch das Restaurant „Amadeus No 1“, bis dahin fremd verpachtet.
In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband erfolgte 2010 erneut die Einstufung „3 Sterne Superior“. Das Zertifikat für Inhaberin Christine Höfinghoff und Ehemann Klaus bestätigte erneut den gehobenen Anspruch des Hauses.
Drei Jahre lang arbeiteten Höfinghoff’s nach 21-jähriger Tätigkeit im Gaststättengewerbe auf ihren verdienten Ruhestand hin und konnten in den gebürtigen Wismarer Falko Rauch einen würdigen Nachfolger für Hotel (72 Betten in 47 Zimmern) und Gaststätte ab 1. März 2018 finden.