26/06/2023
Auch wenn es uns nicht mehr betrifft… einige dieser Gründe haben uns dazu getrieben unsere Familientradition nach fast 160 Jahren aufzugeben.
Wir unterstützen unsere Kollegen und hoffen, dass es auch unsere Gäste tun.
Bitte teilen und nicht nur zusehen wie eine Branche weiter zerstört wird!
Warum 7% MwSt. für die Gastronomie so wichtig sind?
Die eigentliche Krise begann für uns und viele weitere Unternehmen vor einem Jahr und wir möchten sieben Gründe nennen, warum die 7% Mehrwertsteuer auf Speisen beibehalten werden sollten:
1. Der Krieg in Europa seit Frühjahr 2022 hat zu Störungen in den Lieferketten und steigenden Energie- und Logistikkosten geführt.
2. Die Inflation ab August 2022 hat die Nachfrage unserer Gäste stark gebremst. Die Regierung konnte die Bevölkerung nicht beruhigen, was zu Ängsten vor Stromausfällen führte und die Zurückhaltung bei Restaurantbesuchen verstärkte.
3. Die absolut richtige Erhöhung des Mindestlohns im Oktober 2022 hat zu massiv steigenden Personalkosten geführt.
4. Die Krankheitswelle von September 2022 bis März 2023 aufgrund der Hygienemaßnahmen hat zu doppelten Personalkosten geführt und gleichzeitig konnten wir zum Schutz unserer Mitarbeiter nicht so viele Reservierungen annehmen.
5. Der Fachkräftemangel führt zu steigenden Personalkosten oder sogar Umsatzverlusten.
6. Unsere Betriebe benötigen wirtschaftliche Ressourcen, um den Wandel bewältigen zu können.
7. Wir müssen auch die Corona-bedingten Kredite zurückzahlen und brauchen finanziellen Spielraum.
Aufgrund dieser sieben Faktoren haben sich unsere Kosten in einem Jahr um über 30% erhöht. Wir können und wollen die Kosten nicht in gleicher Geschwindigkeit an unsere Gäste weitergeben.
Ja, wir machen in diesem Jahr aufgrund höherer Preise gute Umsätze, aber Umsatz bedeutet nicht gleich Gewinn. Die Grünen im Bundestag sehen das anders und betrachten den Umsatz als Indikator für den Erfolg der Gastronomie. Das stimmt jedoch nicht.
Jetzt droht die Mehrwertsteuer auf Speisen von 7% auf 19% erhöht zu werden. Das würde zu einem Liquiditätsverlust von 12% auf den gesamten Speiseumsatz führen. Weitere Preiserhöhungen wären die Folge. Fraglich ist, ob unsere Gäste diese akzeptieren würden, trotz unserer Bemühungen.
Wir möchten auf diese Hintergründe aufmerksam machen und die Perspektive der politischen Entscheidungsträger erweitern.
Wir plädieren für eine Fristverlängerung und eine Neuordnung des Umsatzsteuersystems.