15/06/2026
Meinungsbeitrag
Bundesjugendspiele
Ich habe sie gehasst.
Ich war nie ein sportliches Kind und kann bis heute mit Sport nichts anfangen, im Gegenteil. Sport mit anderen Menschen und unter ihren Augen löst bei mir bis heute Panik aus. Überhaupt mag ich es nicht irgendwie auch nur eine Millisekunde im Fokus anderer zu sein und das hat auch mit den Bundesjugendspielen zu tun.
Als Mädchen, das einen halben Kopf größer, aber auch dicker war, als alle anderen Kinder in Klasse, blickten alle auf mich im Sportunterricht, ließen gemeine Bemerkungen ab, machten sich lustig über mich. Selbst als ich mir 3 Wirbel ausränkte und mit den Krankenwagen abgeholt werden musste, war das für die anderen Kinder in meiner Klasse lustig.
Das wurde noch schlimmer, als ich schon in der 4.Klasse sichtbar in die Pubert kam. Da hatten sie noch mehr Angriffsfläche.
Bei den Bundesjugendspielen stand ich dann nicht nur im Fokus meiner Klasse, sondern der ganzen Schule.
Für mich war das das reinste Spießrutenlaufen.
Die Lehrer*innen ließen es zu, dass andere sich über mich lustig machten und haben teilweise sogar mitgemacht.
Irgendwann weigerte ich mich am Sport und den Bundesjugendspielen teilzunehmen, zumal man mir ständig schriftlich bestätigte, dass meine Bemühungen nicht ausreichten um den Mindestanforderungen zu entsprechen.
Mich hat dieser Wettbewerb nicht gestärkt. Er hat mich nachhaltig geschädigt, bis heute.