25/04/2013
Neues Rathaus Hannover 1913 – 2013
Sonderausstellung des Historischen Museums im Bürgersaal des Neuen Rathauses vom 6. Juni bis 28. Juli.
100 Jahre Wahrzeichen – Parlament – Verwaltungszentrale
Stadtdirektor Heinrich Tramm und Kaiser Wilhelm II. auf dem Rathausbalkon
Stadtdirektor Heinrich Tramm und Kaiser Wilhelm II. auf dem Rathausbalkon
© Landeshauptstadt Hannover
Als am 20 Juni 1913 das Neue Rathaus von Kaiser Wilhelm II. nach mehr als 10jähriger Bauzeit eingeweiht wurde, war ein Bauwerk entstanden, das zwei völlig unterschiedliche Gesichter trug: Äußerlich vom ersten Architekten Hermann Eggert vollständig in der Tradition des Historismus erbaut, erwartete den Besucher in den vom zweiten Architekten Gustav Halmhuber gestalteten Innenräumen eine moderne Formensprache mit vielen Elementen des Jugendstils. Schnell wurde das durch die einzigartige Kuppel geprägte Neue Rathaus zum Wahrzeichen der Stadt Hannover, es beherbergte die politischen Gremien und war der zentrale Ort für Verwaltung der Stadt.
In den ersten gut 30 Jahren seit 1913 hat sich die politische und gesellschaftliche Entwicklung in großen Sprüngen, Widersprüchen und Gegensätzen in drei politischen Systemen vollzogen, fast wäre die Stadt Hannover dabei untergegangen. Seit nunmehr bald 70 Jahren werden Widersprüche fruchtbar für die Fortentwicklung des städtischen Lebens.
Blick auf das Rathaus vom Turm der Gartenkirche
Blick auf das Rathaus vom Turm der Gartenkirche
© Landeshauptstadt Hannover
In der Ausstellung ist diese widersprüchliche Entwicklung voller widerstrebender Elemente Leitlinie. Das Rathaus steht, äußerlich unverändert, scheinbar wie ein Fels in der Zeit. Tatsächlich ist es spannend, gerade die Ungleichzeitigkeiten, Veränderungen und Gegensätze in den Vordergrund zu stellen. Dabei treten auch die verborgenen Seiten des Gebäudes zu Tage, ebenso die Umformungen und Modernisierungen der Nachkriegszeit.
Neben der intensiven Beschäftigung mit dem Gebäude finden Bürgermeister, Politiker, Verwaltungsbeamte und die städtischen Mitarbeiter in der Ausstellung Platz, ebenso ausgewählte politische und kulturelle Ereignisse.