18/06/2026
Stell dir vor, jemand würde dich jetzt fragen:
„Welches Nein von dir war richtig gut?“
Hättest du sofort eine Situation im Kopf?
Oder wird es eher still?
In meinen Gesprächen mit Frauen, die es gewohnt sind, sofort einzuspringen, erlebe ich genau das immer wieder. Sie können sofort erzählen, wann sie länger geblieben sind, wann sie etwas übernommen haben oder wann sie noch eine Lösung gefunden haben, obwohl eigentlich längst keine Energie mehr da war.
Aber ein Nein, auf das sie stolz sind?
Da müssen viele lange überlegen.
Nicht, weil sie nie Nein gesagt haben. Sondern weil sie gelernt haben, ein Nein eher kritisch zu sehen. Als etwas, das erklärt, entschuldigt oder wieder gutgemacht werden muss.
Dabei kann ein Nein auch ein Moment sein, in dem du dich selbst ernst nimmst.
Vielleicht war es gar nichts Großes.
Ein abgesagter Termin. Eine Aufgabe, die du nicht übernommen hast. Ein Wochenende, das du diesmal nicht wieder hergegeben hast.
Wenn dir ein Nein einfällt, auf das du heute noch ein bisschen stolz bist, schreib es gern in die Kommentare.
Und wenn dir keins einfällt, ist auch das eine wichtige Erkenntnis.