31/07/2026
Heute wende ich mich mit einem ernsten Thema an euch.
Die erste Heuernte in diesem Jahr war wirklich gut. Der Regen im Frühjahr hat den Wiesen gutgetan und wir konnten ausreichend hochwertiges Heu einfahren.
Doch was danach kam, hat alles verändert.
Seit Wochen erleben wir Hitzewellen. Die Wiesen sind trocken, vielerorts regelrecht verbrannt. Statt nachzuwachsen, bleibt das Gras stehen – oder wächst gar nicht mehr.
Gestern Abend mussten wir deshalb unsere Kühe von den weiter entfernten Weiden zurück in die hofnahen Flächen holen, damit wir sie zusätzlich mit Heu versorgen können.
Und genau das bereitet uns Sorgen.
Normalerweise beginnen wir erst im September oder Oktober damit, Heu zuzufüttern. Dann wissen wir, dass unsere Vorräte bis zur nächsten Weidesaison reichen.
Dieses Jahr müssen wir bereits jetzt an unsere Heuvorräte gehen.
Der zweite Grasschnitt hat bei uns fast keinen Ertrag gebracht. Das bedeutet: Wir werden Heu zukaufen müssen.
Auch die Preise zeigen, wie angespannt die Lage ist. Während ein Rundballen in normalen Jahren etwa 25 bis 40 Euro kostet, liegen die Preise inzwischen häufig bei 60 bis 80 Euro – und es ist gut möglich, dass sie weiter steigen.
Und wir sind mit dieser Situation nicht allein.
Viele Landwirte kämpfen derzeit mit den Folgen extremer Wetterlagen. Mal fällt wochenlang kaum Regen, dann kommen Starkregen oder Unwetter. Erträge werden unberechenbarer, Futter wächst schlechter nach, Wasser wird knapper und die Planung für einen Betrieb wird von Jahr zu Jahr schwieriger.
Wir möchten mit diesem Beitrag kein Mitleid erregen. Aber wir möchten zeigen, was hinter den Kulissen passiert und vor welchen Herausforderungen viele landwirtschaftliche Betriebe heute stehen.
Denn Landwirtschaft bedeutet nicht nur schöne Bilder mit Tieren und Sonnenuntergängen – sie bedeutet auch Verantwortung, Unsicherheit und jeden Tag neue Entscheidungen.
🤎 Danke, dass ihr unsere Arbeit begleitet und euch für das interessiert, was hinter einem Bauernhof wirklich steckt.