22/10/2026
In Räumen mit viel Nachhall passiert etwas Merkwürdiges: Alle sprechen lauter, und trotzdem versteht man weniger. 🗣️
Die Akustik nennt das den Lombard-Effekt. Bei schlechter Hörsamkeit heben Menschen reflexhaft die Stimme, um verstanden zu werden. Der Geräuschpegel steigt, die Verständlichkeit sinkt weiter, und die nächste Runde fällt noch lauter aus. Ein Kreislauf, den viele aus Kantinen, Konferenzräumen und offenen Büros kennen.
Zentrale Kennzahl ist die Nachhallzeit, also die Zeit, bis der Schallpegel nach dem Abschalten einer Quelle um 60 dB gefallen ist. Büros und Konferenzräume profitieren von kurzen Werten, denn mit kürzerem Nachhall steigt die Verständlichkeit gesprochener Worte. Für stark frequentierte Räume nennt der Halbmond Akustik-Guide Absorber, die zwischen 250 und 2.000 Hz wirksam sind.
Dem Boden kommt dabei eine eigene Rolle zu. Schritte, Stühlerücken und Rollgeräusche entstehen direkt am Boden, und nur ein textiler Belag mindert sie unmittelbar an der Quelle. Zugleich trägt Teppichboden maßgeblich zur Schallabsorption im Raum bei. 🤫
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