18/08/2026
Wir haben uns über den offenen und konstruktiven Austausch letzte Woche mit Landratskandidat Rolf Neuhaus und der SPD gefreut. Im Mittelpunkt standen die Antidiskriminierungsarbeit von IBIS e.V. im Landkreis Friesland, ihre zukünftige Finanzierung sowie die Bedeutung eines umfassenden Deutschkurs- und Sprachförderangebots für alle Menschen, die nach Deutschland kommen.
Auch im Landkreis Friesland ist Diskriminierung für viele Menschen eine alltägliche Realität. In der Antidiskriminierungsberatung im Landkreis Friesland berichteten insbesondere Frauen, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte von Benachteiligungen in unterschiedlichen Lebensbereichen, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder im Kontakt mit Behörden.
Unsere Arbeit unterstützt Betroffene dabei, Diskriminierung einzuordnen, ihre Rechte wahrzunehmen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das stärkt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern entlastet langfristig auch soziale, gesundheitliche und behördliche Systeme. Denn Diskriminierung kann krank machen, gesellschaftliche Teilhabe erschweren und zu langfristigen Belastungen führen. Frühzeitige Beratung, Empowerment und präventive Sensibilisierungsangebote helfen, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Mit Bildungs- und Sensibilisierungsangeboten, beispielsweise in Schulen oder anderen Institutionen, fördern wir ein respektvolles und diskriminierungssensibles Miteinander und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region.
Damit diese bewährten Strukturen erhalten bleiben, braucht es eine verlässliche und nachhaltige Finanzierung. Antidiskriminierungsarbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein wichtiger Beitrag zu Chancengerechtigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und einem starken Landkreis Friesland.