14/10/2026
🍂 Samhain – Ein Platz für die Lebensvorangegangenen
Manchmal braucht es kein großes Ritual, um sich mit seinen Ahnen verbunden zu fühlen.
Manchmal genügt ein zusätzlicher Teller auf dem Tisch.
Vor vielen Jahren pflegten wir bei unseren gemeinsamen Jahreskreisfesten einen Brauch, der uns bis heute begleitet: den Ahnenteller.
Wenn wir zusammenkamen, um zu essen, wurde auch für unsere Lebensvorangegangenen ein Teller vorbereitet.
Und darauf kam nichts Besonderes.
Sie bekamen dasselbe Essen wie wir. Ob ein einfaches Picknick oder ein gemeinsames Abendessen, ob Fleisch oder Gemüse – unsere Ahnen gehörten dazu.
Der Teller blieb über Nacht stehen. Am nächsten Morgen übergaben wir das Essen der Natur.
Manchmal hatte die Natur allerdings schon selbst dafür gesorgt. Denn wenn man draußen feiert, finden sich durchaus hungrige Gäste auf vier Pfoten. 🍂
Für uns lag in diesem Brauch ein einfacher, aber tiefer Gedanke:
Unsere Ahnen gehören zu unserer Geschichte. Und wir dürfen ihnen einen Platz in unserem Leben geben.
Samhain lädt uns ein, uns dieser Verbindung bewusst zuzuwenden.
Nicht nur den Menschen, die wir selbst noch kannten, sondern auch jenen, deren Namen und Gesichter vielleicht längst vergessen sind.
Dabei müssen wir unsere Vergangenheit nicht verklären. Unsere Ahnen waren Menschen, mit Stärken und Schwächen, mit glücklichen und schweren Entscheidungen.
Doch sie waren Teil der Wege, die schließlich zu unserem eigenen Leben führten.
Vielleicht möchtest auch du in dieser Samhainzeit einen Moment innehalten.
Eine Kerze anzünden. Eine Geschichte erzählen. Oder einen zusätzlichen Platz am Tisch vorbereiten.
Nicht als Verpflichtung, sondern als persönliche Geste der Erinnerung und Verbundenheit.
🌳 Denn unsere Wurzeln liegen in der Vergangenheit. Aber das Leben wächst von ihnen aus weiter.
Die Sternentrommel
Schamanische Begleitung · Transgenerationale Ahnenarbeit
www.die-sternentrommel.de