25/06/2025
Heute ist ein besonderer Mensch bei uns angekommen.
Still. Bescheiden. Und doch voller Kraft.
Ein Mann, der nicht laut ist, aber Spuren hinterlässt. Nicht durch Worte, sondern durch das, was er tut. Und wie.
Oliver Trelenberg.
Ein ehemaliger Krebspatient. Ein Mensch mit einer schwierigen Vergangenheit. Und einer Entscheidung, die alles verändert hat:
Nicht aufgeben. Sondern aufbrechen.
Seit vielen Jahren fährt er mit dem Rad durch Deutschland – für krebskranke und schwerkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Ehrenamtlich.
Aus Überzeugung.
Aus Liebe.
Er lebt von einer kleinen Rente. Und von dem, was Menschen ihm auf seinem Weg geben: ein Platz zum Schlafen, ein Glas Wasser, ein Gespräch.
Heute war er hier bei uns.
Und ich muss ehrlich sagen: Ich bin still geworden.
Da sitzt ein Mensch, der nichts verlangt – und doch so viel gibt.
Über 100.000 Euro an Spenden hat er bereits gesammelt, einfach, weil er fährt. Weil er da ist. Weil er nicht aufgehört hat, an das Gute zu glauben.
Vielleicht würde ein Psychoanalytiker sagen: Er fährt auch ein Stück vor sich selbst davon.
Aber was zählt ist:
Er tut es. Für andere. Und mit Würde.
Morgen fährt er weiter – über den Thüringer Wald nach Saalfeld. Ich helfe ihm noch mit einer kleinen Wegskizze, denn diese Strecke ist nicht ganz einfach.
Aber ich weiß, er wird seinen Weg finden.
So wie er ihn immer gefunden hat.
Und ich?
Ich bleibe zurück mit einem stillen Respekt.
Und dem Gefühl, gerade einem Menschen begegnet zu sein, der leuchtet. Nicht, weil er es will. Sondern weil er es einfach tut.
Danke, Oli. 🌍🚴♂️