02/09/2026
Weingeschichten aus der Rindenmühle #2: Purgatori
Warum nennt man einen Wein eigentlich „Purgatori“, also Fegefeuer?
Die Geschichte dahinter beginnt bereits im Jahr 1770. Damals bewirtschafteten Mönche der Abtei Montserrat ein abgelegenes Gut in einer kargen Gegend Kataloniens. Wer gegen die Regeln des Ordens verstieß, wurde dorthin geschickt, um unter ziemlich harten Bedingungen zu arbeiten.
Der Ort bekam deshalb einen passenden Namen: Purgatori.
Doch die Mönche stellten schnell fest, dass gerade diese kargen Böden und die heißen Sommer ziemlich gute Voraussetzungen für Wein boten. Sie bestellten die Felder, bauten Wein an und erkannten das außergewöhnliche Potenzial dieser Gegend.
Viele Jahre später griff die Familie Torres genau diese Geschichte wieder auf. Heute entsteht dort der Purgatori, dessen Name und sogar das außergewöhnliche Etikett an die Vergangenheit des Ortes erinnern.
Eine Flasche, bei der man wahrscheinlich nicht vermutet, welche Geschichte dahintersteckt. Und genau deshalb erzählen wir unsere Weingeschichten.
Denn manchmal beginnt ein guter Wein schon lange bevor die Flasche geöffnet wird.