18/03/2020
AKTUALISIERUNG:
23.03.2020, 16:00 Uhr:
Weitere Unterstützung für Unternehmen durch die mögliche Rückzahlung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/235292
Update, 20. März, 17:00 Uhr
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UNS WIRD GEHOLFEN!:
Wirtschaftsminister Martin Dulig stellt vor: »Sachsen hilft sofort« - Soforthilfe-Darlehen für sächsische Kleinstunternehmen und Freiberufler ab Montag
Alles dazu in unserem neuesten Post.
Danke Fischer für die Zusendung der Info
Update, 20. März, 15.31 Uhr:
Verschärfte Regeln gelten ab Sonntag
Wie ein Regierungssprecher inzwischen bestätigte, sollen die verschärften Regeln für Sachsen ab Sonntag, 22. März, gelten.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) hatte am Freitag verkündet, dass in Sachsen alle öffentlichen Ansammlungen verboten werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Freiheitsstrafe rechnen: es drohen zwei Jahre Gefängnis!
Außerdem werden ab Sonntag alle Gaststätten, Baumärkte und Friseure geschlossen. Handwerker dürfen weiter arbeiten.
https://www.tag24.de/thema/coronavirus/coronavirus-dresden-sachsen-verbietet-ansammlungen-restaurnats-dicht-1459268
Vielen Dank für eure aufrichtigen Worte, eure Anmerkungen, eure Unterstützung auf allen Ebenen.
Wir haben auch heute (20.03.2020) noch einmal einen Termin im Landtag und werden eure Reaktionen und Hinweise zur Sprache bringen. Auch stehen wir in engem Kontakt zur Dehoga Sachsen - Axel Klein. Schreibt uns bitte weiterhin eure Fragen, gebt uns Infos, die ihr habt, lest und hört (bitte achtet auf sichere Quellen) und wir geben diese dann gebündelt an die entsprechenden Personen und Instanzen weiter. Nur gemeinsam und nach dem "Einer für alle" Prinzip können wir so jetzt etwas erreichen.
Liebe Unternehmer der Gastronomie,
heute haben wir uns zu einem offenen Dialog mit Herrn Christian Hartmann getroffen, wie er es uns in den Kommentaren unter unserem offenen Brief auch direkt offeriert hat.
Er hat sofort gehandelt und uns zugehört und dafür sagen wir Danke.
Folgende Informationen dürfen wir an dieser Stelle mit euch teilen und hier appelliert Herr Hartmann im Namen der CDU an unser gegenseitiges Vertrauen:
Eines vorweg: UNS SOLL GEHOLFEN WERDEN!
Und darauf sollten wir bauen. Natürlich kann das Land nicht wahllos Geld verteilen. Es handelt sich ohnehin um utopische Summen, aber natürlich sind diese Hilfen notwendig.
Schaut Euch die Wirtschafts- und Mitarbeiterstruktur unseres Bundeslandes Sachsens an: ca. 95% der Unternehmen haben maximal bis zu 10 Angestellte. Für diese Unternehmen wird ein Unterstützungsprogramm beschlossen. Doch bei aller Unsicherheit müssen hier die rechtlichen Schritte eingehalten und Kriterien definiert werden.
Kredite:
Aktuell wird darüber beraten, der Gastronomie ZINSFREIE Kredite zu gewähren, die drei Jahre lang tilgungsfrei sind und dann binnen acht Jahren „getilgt“ werden sollen. Hier muss aber individuell die Zahlungs- und Belastungsfähigkeit eines jeden Unternehmens geprüft werden. Dabei prüft man genauestens das Vorkrisen- und Nachkrisenniveau eines jeden Unternehmens. Fest steht: IN DER GASTRONOMIE GIBT ES KEINEN NACHHOLEFFEKT. Nicht wie in der Produktion, wo die Fließbänder dann eben mal 24 Stunden, statt sonst 9 Stunden laufen können.
Fazit: Bezuschussung und Vereinfachung für Klein- und Kleinstbetriebe kommt:
DRESDEN PLANT 1.000 EUR-SOFORTHILFE FÜR KLEINSTUNTERNEHMER
https://www.sachsen-fernsehen.de/hilbert-will-1000-euro-an-jeden-kleinunternehmer-verschenken-734924/
Und jetzt sagt nicht „das reicht hinten und vorne nicht“ – es ist ein Anfang und es ist geschenkt! Und das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Stundung / Schiebung von Steuerzahlungen:
Einen Erlass werden wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht erhalten. Daher machen Stundungen / Schiebungen durchaus Sinn. Wir können diese Zahlungen ohnehin nur mithilfe von finanzieller Unterstützung (siehe Punkt Kredite) leisten.
Schließung der Gastronomischen Betriebe:
Zunächst war die Überlegung seitens der Regierung, das wirtschaftliche Leben möglichst zu erhalten. Doch dies erwies sich als unmöglich. Idee der Politik mit verkürzten Öffnungszeiten der Gastronomiebetriebe war es, zur Versorgung der weiter arbeitenden Bevölkerung beizutragen. Allerdings gab auch Herr Hartmann offen zu, dass diese Idee nicht bis zu Ende gedacht war. Jedoch wollte sich die Politik damit nicht – wie von uns vermutet – aus der Verantwortung ziehen.
Zu den gänzlichen Schließungen wird weiter beraten. Eine reglementierte Öffnung der Restaurants ist definitiv nicht zielführend. Hier haben wir vollstes Verständnis seitens der Politik erwirkt.
Wenn die Allgemeinverfügung ausgesprochen wird, dass die Gastronomie schließt, dann greift das Infektionsschutzgesetz. Und diejenigen, die hierfür versichert sind, brauchen nicht erst ein persönliches Schreiben, dass genau dieses Unternehmen jetzt unter Quarantäne gestellt ist. Liebe Versicherungen, dafür zahlen wir, dann seid ihr in der Pflicht aufzukommen.
Wir befinden uns in einem permanenten Prozess, den wir nur gemeinsam mitentwickeln können.
Was können wir tun?
Arbeitnehmer können auf 450 Euro Basis Betriebe unterstützen, die aktuell nicht wissen wo ihnen der Kopf steht. An weiteren Möglichkeiten und Erleichterungen in Form von zeitlich befristeten unbürokratischen Arbeitnehmerüberlassungen wird gearbeitet.
Arbeitgeber können „auf Rechnung“ ebenfalls Betriebe unterstützen, solange sie nicht in ihrem eigenen Restaurant arbeiten können. Und hier sollten wir uns nicht zu schade für allmögliche anfallenden Arbeiten sein.
Nochmal: Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation!
Die kommenden zwei Wochen sind ausschlaggebend, wann wir unser „geregeltes“ Arbeitsleben wieder aufnehmen können.
Also: Nehmt die Maßnahmen ernst: Bleibt, wenn möglich zu Hause, haltet die Hygienevorschriften ein, meidet Kontakte. Je weniger ernst ihr die Sache nehmt und euch aus der Verantwortung zieht, umso länger zieht sich die Krise hin.
Und mal ehrlich: Müssen erst Ausgangssperren verhängt werden, damit auch der letzte Vollkoffer versteht, was jetzt Phase ist?
COVID-19 Virus :
Offener Brief an die Stadt Dresden und das Land Sachsen wegen drohender Schließungen von Gastronomiebetrieben
Sehr verehrte Damen und Herren,
verehrter Ministerpräsident Michael Kretschmer, Martin Dulig, Christian Hartmann, Christian Fischer, DEHOGA Bundesverband, Dehoga Sachsen, IHK Dresden, Sächsischer Landtag,
bitte schenken Sie uns einen Moment Ihrer wertvollen Zeit:
Die Gastronomiebranche ist der Dienstleistungsbranche zuzuordnen und noch viel gravierender:
HIER GIBT ES KEINEN NACHHOLEFFEKT:
Einen Tisch der heute nicht reserviert wird, kann nicht in zwei Monaten doppelt reserviert werden. Ein Essen, das wir heute nicht verkaufen, wird auch in zwei Monaten nicht verkauft. Wenn unser Laden heute leersteht, können in zwei Monaten nicht doppelt so viele Menschen bewirtet werden.
Die Kosten aber türmen sich. DIESE RECHNUNG GEHT NICHT AUF!
Wir haben uns jeder für sich, jeder mit seinem vollen Einsatz und dem finanziellen Risiko behaftet, für einen Weg in die Selbstständigkeit in der Gastronomie entschieden. Hiermit trägt jeder einzelne Betrieb von uns zur wirtschaftlichen Leistung des Landes sowie zur touristischen Attraktivität der Standorte in Sachsen bei.
Wir als Mittelstand sind der Motor der Wirtschaft,
Wir als Gastronomen sind Magnete des Tourismus‘:
Wir leisten monatlich und pünktlich unsere Steuerabgaben in erheblichem Umfang wie in keinem anderen Land der EU! Ganz im Gegenteil zu beispielsweise Beziehern des Arbeitslosengeld II. Diese zahlen nicht in das System ein, profitieren jedoch vom System „Sozialstaat“, welches wir mit unseren Abgaben finanzieren. Und diese erhalten weiterhin ihre Unterstützung ohne Gegenleistung.
Obendrein unterstützen wir mit unseren Zahlungen kulturelle Einrichtungen, sozial Schwache, etc. um nur ein paar Beispiele zu nennen. Freiwillig unterstützen die meisten von uns zusätzlich soziale Projekte, die jetzt auch notgedrungen auf unsere Beiträge verzichten müssen.
Jetzt sind wir in der misslichen Lage, aufgrund des COVID-19 Virus unsere Betriebe teilweise oder in Gänze einstellen zu müssen. Fixe Kosten müssen wir aber dennoch tragen: Mieten / Pacht, eigene Lohnkosten, Nebenkosten, Versicherungen etc. laufen weiter auf. Diesen Verbindlichkeiten können wir unter keinen Umständen weiter nachkommen, solange keine Einnahmen erzielt werden.
Von Tag zu Tag sind wir dadurch mehr dem Untergang gefeit. Denn unsere Mittel gehen zur Neige, Existenzen brechen ein.
Sie haben ein Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) §56, in dem geschrieben steht, dass erst Entschädigungszahlungen für Unternehmen und Selbstständige greifen, wenn diese von staatlicher Seite unter Quarantäne gestellt werden.
Da dies ja offenkundig nicht passiert, erhalten wir entsprechend keine Zahlungen.
Offen gefragt:
Wollen Sie dieses Gesetz umgehen, um die Zahlungen nicht leisten oder Ihrer Verantwortung nicht nachkommen zu müssen?
Nichts anderes beschreiben die Maßnahmen des Öffnens von Gaststättenbetrieben in der Zeit von 9-18 Uhr. (Stand 18.03.2020) Auch trägt diese Maßnahme nicht zur Versorgung der Bevölkerung bei.
Unter diesen aktuellen Umständen führen Sie ein Aussterben einer ganzen Branche mutmaßlich herbei.
Wir brauchen keine zinsfreien Kredite, die zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden müssen. Viele Betriebe bedienen noch Kredite und sehen sich in der Pflicht, diese erst einmal zu tilgen. Damit retten Sie nicht unsere Betriebe, sondern lediglich WIEDER DIE BANKEN.
Auch brauchen wir keine Stundung oder Aufschiebung von Steuerzahlungen. Hier helfen nur Erlasse! Sie können doch nicht von uns erwarten zu einem späteren Zeitpunkt doppelte oder dreifache Steuerlasten tragen zu müssen.
Sehr verehrte Damen und Herren,
wir wollen Solidarität zeigen,
wir wollen helfen,
wir wollen reden!
Reden Sie mit uns!
Bringen Sie Licht ins Dunkel und Klarheit in die Köpfe der Gastronomen!
Wir fordern aber ganz deutlich:
- Soforthilfe in Form von Geldfluss, gemessen an der Größe des Unternehmens und der Anzahl an Mitarbeitern. Nehmen Sie die Umsätze der Vorjahre als Grundlage.
- Steuererlass statt Steuerstundung
- Anteilige Übernahme der Gehälter von Selbstständigen und Freiberuflern, analog des Kurzarbeitergeldes der Arbeitnehmer.
- Ein immerwährenden Steuernachlass bzw. eine Festlegung auf 7% MwSt., um die Wirtschaft im Anschluss wieder aus der Krise zu führen und den Unternehmen neue Luft zum Atmen zu geben.
Wir standen und stehen dem Land Sachsen gerne helfend und unterstützend zur Seite. Noch einmal:
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf,
sprechen Sie mit uns
und nennen Sie uns einen Fahrplan, wie wir mit anpacken können, unsere Branche zu retten. Aber stehlen Sie sich bitte nicht einfach aus der Verantwortung.
Das hat die Gastronomie nicht verdient. Sie möchten doch auch bald wieder Essen in unseren Restaurants genießen und das in einer Bandbreite, die diese Branche ihnen und uns allen bietet.
Mit freundlichen Grüßen
Marcus Blonkowski, Nicole Blonkowski, Lisa Blonkmann
UND BITTE: TEILT, WAS DAS ZEUG HÄLT! VERLINKT WIE DIE IRREN UND: BLEIBT GESUND!
Wir dürfen nur 50 verlinken, macht bitte weiter:
Genuss-Atelier
Restaurant Daniel
Restaurant Blauer Engel
Logis Landhotel Rosenschänke
Restaurant "petit frank" -das kleine französische Restaurant in Dresden
Estancia Beef Club
Schmidt's Restaurant & Gourmetcatering
Altes Wettbüro
Lila Soße
Restaurant Webstübchen
Elements DELI Lounge Restaurant
Hotel Bülow Palais Dresden
Café Raskolnikoff
Weinzentrale
Carolaschlösschen
Brauhaus am Waldschlösschen
Hotel & Restaurant Villa Sorgenfrei
meatery bar + restaurant Dresden
Schumann Hotel, Restaurants & Spa-tempel
Schumann's Genusswerkstatt
SchillerGarten
Stresa Restaurant & Catering
Adams Gasthof
Weingut Schuh
DRESDEN 1900
Brasserie Ehrlich
Restaurant Moritz
Kloster Nimbschen Hotel und Event GmbH
Wachbergbaude Saupsdorf
Hocksteinschänke
Weinkulturbar
MAX ENK
Café Herzstück
DER FEINSCHMECKER
Michelin Guide
Kulinarisches Interview
Restaurant-Ranglisten
Gusto - Der kulinarische Reiseführer
Der Varta-Führer