Austrian Hospice Österreichisches Pilger-Hospiz Jerusalem

Austrian Hospice Österreichisches Pilger-Hospiz Jerusalem Austrian Hospice of the Holy Family
Österreichisches Pilger-Hospiz zur Heiligen Familie
ההוספיס האוסטרי של המשפחה הקדושה
النُزل النمساوي للعائلة المقدسة
(678)

The ecclesiastical institution known as the "Austrian Hospice of the Holy Family" is a pilgrims’ guest-house belonging to the Austrian Catholic Church in the Holy Land. Established in 1854, it started its activities in 1863. Emperor Franz Joseph stayed at the Hospice in November 1869. The interior design ensures modern standards while retaining the 19th century ambience.

Liebe Freunde!Heute ist Jom Kippur – das große Umkehr- und Versöhnungsfest. Ein Tag großer Stille und strengen Fastens. ...
21/09/2026

Liebe Freunde!

Heute ist Jom Kippur – das große Umkehr- und Versöhnungsfest. Ein Tag großer Stille und strengen Fastens. Kein Autoverkehr. TV, Radio, Theater und Restaurants – alles still. Zur Zeit des Tempels durfte nur an diesem Tag der Hohepriester das Allerheiligste betreten und für die Versöhnung des Volkes beten.

Bis zum Jom Kippur läuft die Frist für die Eintragung in das Buch des Lebens, daher kann man in den Tagen von Rosch ha-Schana bis zum Versöhnungstag durch gute Taten und ein gutes Leben seine Chancen verbessern. In diesen Tagen begrüßt man sich mit: „Mögest du (im Buch des Lebens) für ein glückliches Jahr eingeschrieben werden.“ Heute feiern wir auch den Festtag des Evangelisten Matthäus. Jesus hat ihn voll Erbarmen angeblickt und zu seinem Apostel berufen. Ein Zöllner (ein Kollaborateur der römischen Besatzungsmacht) wurde so zum Evangelisten. Das Erbarmen Gottes kommt in seinem Evangelium auch in sehr kräftiger Weise zum Ausdruck. Der liebende Blick Jesu, in dem uns sein ganzes Erbarmen erreicht, möge uns immer wieder zu Umkehr und Buße bewegen und den Weg seiner Liebe und seines Friedens beschreiten lassen.

Nach meinem Urlaub im August bin ich nun schon wieder drei Wochen im Heiligen Land. Es begann sehr intensiv mit dem Besuch des österreichischen Statthalters des Ordens vom Heiligen Grab in Jerusalem, der mit dem Kanzler und dem geistlichen Zeremoniär zu uns kam. Wir besuchten den Patriarchen, Bethlehem, Ramallah und Taybeh und feierten eine Messe im Heiligen Grab. Die Lage der Christen ist sehr schwierig. Viele leiden unter den Spannungen und Konflikten im Land, unter Übergriffen von Siedlern und unter Schwierigkeiten mit den israelischen Behörden. So wollte man am Beginn des neuen Schuljahres keine Lehrer aus dem Westjordanland mehr in Jerusalem unterrichten lassen. Jetzt hat man diese Maßnahme bis zum nächsten Jahr aufgeschoben… In gut einem Monat sind in Israel Neuwahlen. Im Moment stehen sich der Regierungs- und der Oppositionsblock in den Umfragen ziemlich gleich stark gegenüber. Schlimmstenfalls droht eine Serie von mehreren Wahlen hintereinander – wie beim letzten Mal. Hoffen wir das Beste…

Im Hospiz läuft alles gut. Wir haben heuer nur zwei neue Zivildiener, die ihre Arbeit aber sehr tüchtig machen. Dazu kommen eine 18-jährige Praktikantin und fünf Volontärinnen, die uns sehr kräftig unterstützen.

Unser Café Triest läuft gut – an Samstagen und Sonntagen bilden sich sogar Schlangen… Die Übernachtungsgäste im Hospiz sind zwar noch spärlich, aber es kommen auch schon wieder Gruppen, und für Oktober/November sieht die Sache gar nicht schlecht aus.

Bei meiner Ankunft empfing mich schon am zweiten Tag ein Boiler, der aus allen Löchern rann. Das konnte nach drei Tagen zwar notdürftig behoben werden, aber die Sanierung der ganzen Heizungsanlage steht dringend an. Ich würde gerne Photovoltaik am Dach installieren (Platz genug dafür wäre frei). Ich hoffe, dass die Architekten bald mit ihren Voranschlägen kommen, damit wir rasch ans Werk gehen können. Dies und die übrigen Aufgaben: Sanierung der Küche, Trockenlegung der Kellerräumlichkeiten, Erweiterung der Rohrleitungsschächte und Verbesserungen vor allem der Nassräume in den Zimmern werden uns noch einiges kosten.

Da unsere Reserven in den vergangenen Jahren stark beansprucht wurden, gilt es wieder einmal, an die Spendenbereitschaft von euch allen zu appellieren. Bitte lasst uns nicht im Stich!
Vor allem ist es wichtig, dass wieder viele Pilger ins Heilige Land kommen.

Habt Mut und macht euren Freunden und Bekannten Mut, hierher zu reisen. Aber so viel Mut braucht es eigentlich gar nicht. Ich selbst bin ein körperlich eher feiger Mensch, aber ich habe mich hier nie bedroht oder auch nur belästigt gefühlt. Ich erlebe hier eine friedliche Atmosphäre. Die weltpolitische Situation kann sich natürlich immer ändern. Aber wenn Flüge aus diesem Grund gestrichen werden, erhält man ohnehin meist sein Geld zurück und selbst in Zeiten des Krieges ist die Altstadt von Jerusalem einer der sichersten Orte der Welt, weil kaum ein Feind sie angreifen will – wegen der eigenen heiligen Stätten.

In Österreich hat es im vergangenen Jahr mehr Messerattentate gegeben als in Jerusalem, wo nur ein einziger Versuch stattfand. Auch Pilger und Touristen waren hier nicht das Ziel solcher Angriffe. Habt also Mut zum Spenden und Freude zum Kommen!

Für junge Leute ist auch der Zivil- und Freiwilligendienst hier eine erfüllende und bereichernde Aufgabe. Und ältere Menschen können sich als Volontäre einbringen und so an der familiären Atmosphäre unseres Hauses teilnehmen und das Land erleben.

Zuversicht ist unser Motto!

Mit herzlichen Grüßen

Franz Xaver Brandmayr
Rektor

Spendenkonto für die Generalsanierung
Bezeichnung: Österreichisches Pilger-Hospiz zur Heiligen Familie in Jerusalem
IBAN: AT171919000400150124
BIC/SWIFT-Code: BSSWATWW

Sonntag in Jerusalem.Mitten in der Via Dolorosa, mitten im Trubel der Altstadt, feiern wir jeden Sonntag gemeinsam die H...
20/09/2026

Sonntag in Jerusalem.

Mitten in der Via Dolorosa, mitten im Trubel der Altstadt, feiern wir jeden Sonntag gemeinsam die Heilige Messe in unserer Hospizkapelle.

Ein Moment des Innehaltens, des Gebets und der Gemeinschaft – für unsere Pilger und Gäste ebenso wie für alle, die in Jerusalem unterwegs sind.

Und an diesem Sonntag liegt eine besondere Stimmung über der Stadt: Mit Sonnenuntergang beginnt für unsere jüdischen Nachbarn Yom Kippur, der Versöhnungstag – ein Tag des Fastens, des Gebets und der Umkehr.

Auch unsere Türen stehen zum Gebet offen:

⛪ Heilige Messe in deutscher Sprache
Sonntag um 11:00 Uhr
Montag bis Samstag um 17:30 Uhr

Ob Pilger, Gast oder Besucher – wir freuen uns, wenn Sie mit uns feiern.

🇦🇹 Vom Attersee nach JerusalemDie Kronen Zeitung hat Rektor Franz Xaver Brandmayr kurz vor seinem Aufbruch nach Jerusale...
14/09/2026

🇦🇹 Vom Attersee nach Jerusalem

Die Kronen Zeitung hat Rektor Franz Xaver Brandmayr kurz vor seinem Aufbruch nach Jerusalem am Attersee besucht.

Im Gespräch erzählt er von seinem Weg ins Österreichische Pilger-Hospiz, seinen ersten Eindrücken von Jerusalem und davon, was ihm für seine neue Aufgabe besonders wichtig ist: Seelsorge, Begegnung und der Dialog zwischen den Menschen.

„Wir wollen den Dialog zwischen den Menschen pflegen. Mein großes Interesse ist, alles zu tun, was den Frieden fördert.“

Seit 1. September ist Rektor Brandmayr nun vollständig in Jerusalem angekommen – mit viel Erfahrung, Neugier und, wie der Artikel zeigt, einer guten Portion oberösterreichischem Humor.

Vielen Dank an Vera Lischka und die Kronen Zeitung für die schöne Reportage und die Einblicke in den Beginn dieses neuen Lebensabschnitts.

📷 Kronen Zeitung, 13. September 2026

"Sein Weg führt ihn vom Attersee ins Zentrum der Weltreligionen

Franz Xaver Brandmayr startet mit 70 Jahren neu durch – als Rektor der Austro-Pilgerstätte in Jerusalem

Der Attersee strahlt in türkisblauen Tönen rein ins Wohnzimmer, die Kardinalschnitte steht auf dem Tisch, der Kaffee ist angerichtet, die Koffer sind gepackt. Franz Xaver Brandmayr hat seinen einmonatigen Urlaub hinter sich. „Den ganzen Tag war ich in Badehose unterwegs, nur am Sonntag nicht. In die Kirche bin ich schon angezogen gegangen“, sagt er und lacht. Vor ihm liegt ein neuer Lebensabschnitt.
Am 1. September hat der Oberösterreicher sein Amt als Rektor des rot-weiß-roten Pilger-Hospizes, einer katholischen Pilgerherberge in der Altstadt von Jerusalem, angetreten. Dabei hätte er sich diese Aufgabe vor wenigen Monaten selbst kaum vorstellen können. „Ich habe zuerst gesagt: ,Ihr seid ja wahnsinnig. Ich bin 70 Jahre alt, kann kein Hebräisch, was soll ich denn dort?‘ Das kam für mich überhaupt nicht infrage“, erzählt Brandmayr offen. Doch der Gedanke ließ ihn nicht los. „Dann habe ich mit mir und meinem Herrgott gerungen. Ich habe den Kampf gegen ihn verloren.“

Der Ort und die Menschen beeindrucken Brandmayr
Schließlich sagte er dem Wiener Erzbischof seine Unterstützung zu: „Ich habe gesagt: ,Wenn ihr wirklich niemand anderen findet, dann bin ich bereit.‘“ Offenbar gab es keine bessere Lösung. Alle haben sich auf den 70-Jährigen geeinigt. Dass Brandmayr für diese Aufgabe bestens gerüstet ist, zeigt sein Lebenslauf. Nach einem Jus-Studium trat er in den Jesuitenorden ein, studierte Theologie und Philosophie, arbeitete als Pfarrseelsorger und verbrachte anschließend 13 Jahre als Rektor der Anima in Rom. Dort war er nicht nur Seelsorger, sondern auch Manager von insgesamt 19 Häusern. Zuletzt wirkte er sechs Jahre lang als Probst in Wiener Neustadt. Nun wartet in Jerusalem eine neue Herausforderung. „Ich war nach meiner Ernennung heuer zum ersten Mal in Jerusalem. Dieser Ort, wo Christus gestorben und wiederauferstanden ist, hat eine enorme spirituelle Kraft.“
Noch mehr beeindrucken ihn die Menschen. „Juden wie Palästinenser, Junge wie Alte. Jeder will sich einsetzen. Manche sind radikaler, viele aber sehr vernünftig. Diese Energie hat mich unglaublich fasziniert.“ Und inmitten der angespannten Welt sieht er das Hospiz als Ort der Begegnung. Denn selbst während des Krieges stand das Haus immer offen. Pilger kamen in dieser Zeit zwar kaum noch, aber das Café war gut besucht. „Dort sitzen Juden und Palästinenser nebeneinander. Sie reden zwar nicht unbedingt miteinander, aber sie kommen alle an diesen Ort.“ Genau darin sieht Brandmayr seine wichtigste Aufgabe. „Wir wollen den Dialog zwischen den Menschen pflegen. Bei mir arbeiten Christen und Muslime ohne größere Probleme zusammen. Mein großes Interesse ist, alles zu tun, was den Frieden fördert.“ Er weiß aber auch um die Realität, dass der Konflikt jederzeit eskalieren kann. Ein Gespräch mit dem österreichischen Botschafter vor Ort ist dem gebürtigen Welser besonders in Erinnerung geblieben. „Der hat zu mir gesagt: ,Die haben ja schon seit 70 Jahren Krieg.‘ Und ich habe geantwortet: ,Nein, seit 4000 Jahren.‘“

Das „alte Hirn“ soll noch Hebräisch lernen
Brandmayr ist in Jerusalem als Rektor gleichzeitig Hausherr, Organisator, Manager und Seelsorger. Vor allem Letzteres ist ihm wichtig. „Und ich will Hebräisch lernen. Mal schaun’, was in mein altes Hirn noch so reingeht“, zwinkert er.
Von Konflikten hat er keinerlei Angst und meint, dass einer der sichersten Orte die Altstadt von Jerusalem sei, weil da nicht hingeschossen wird. Der 70-Jährige hat mich mit seiner Energie und seinen Erzählungen auf den Geschmack gebracht – und auf die Frage, ob ich als Touristin in seinem Haus übernachten dürfte, kam prompt: „Na freilich. Sie pilgern ja quasi zu mir. Und ich garantiere Ihnen, die Eindrücke werden sie so überwältigen, dass Sie zur Pilgerin werden“, lacht er und widmet sich dem letzten Bissen seiner Kardinalschnitte. Die wird ihm mit Sicherheit fehlen, „aber Sachertorte, Apfelstrudel und Kaiserschmarrn wird es geben. Ich bin kein Kostverächter, das sieht ja jeder.“ Vera Lischka"

Seit Generationen führt der Weg von Pilgern aus Europa nach Jerusalem.Davon erzählt auch das große Mosaik in unserer Kap...
06/09/2026

Seit Generationen führt der Weg von Pilgern aus Europa nach Jerusalem.

Davon erzählt auch das große Mosaik in unserer Kapelle: Es zeigt die „kriegerischen und friedlichen Pilgerfahrten aus Österreich-Ungarn ins Heilige Land seit ältester Zeit“ und wurde einst persönlich von Kaiser Franz Joseph I. genehmigt.

Doch unsere Kapelle erzählt nicht nur Geschichte. Sie ist bis heute ein Ort des Gebets und der Begegnung. ⛪

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die Heilige Messe in deutscher Sprache zu feiern:

Sonntags um 11:00 Uhr
Wochentags um 17:30 Uhr

Ob Pilger, Gast oder Besucher – Sie sind herzlich willkommen.

Manchmal braucht es nicht viel.Einen Kaffee, ein paar freie Minuten und einen ruhigen Platz im Garten.Die Sommerferien g...
03/09/2026

Manchmal braucht es nicht viel.

Einen Kaffee, ein paar freie Minuten und einen ruhigen Platz im Garten.

Die Sommerferien gehen langsam zu Ende. Die Jerusalemer Sonne denkt allerdings noch lange nicht daran. ☕☀️

Zeit zum Lesen, Schreiben oder einfach für eine kleine Pause vom Trubel der Altstadt – schließlich gehören auch die stillen Momente zu einer Pilgerreise.

Und wenn dieses Notizbuch Ihres wäre: Was würde darin stehen?

Eine Erinnerung an Jerusalem? Ein besonderer Moment im Hospiz? Oder vielleicht schon Pläne für den nächsten Besuch?

Wir sind gespannt – erzählen Sie es uns in den Kommentaren.

Alle Wege führen nach Jerusalem. Und manche direkt zu uns.Mitten an der Via Dolorosa öffnet sich die Tür des Österreichi...
30/08/2026

Alle Wege führen nach Jerusalem. Und manche direkt zu uns.

Mitten an der Via Dolorosa öffnet sich die Tür des Österreichischen Hospizes seit Generationen für Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt.

Zum Ankommen, Einkehren und Kraftschöpfen – bevor der Weg durch die Heilige Stadt weitergeht.

Unsere Türen stehen offen. Wir freuen uns auf Sie in Jerusalem!

Jede Pilgerreise braucht einen Ort zum Ausruhen.Mitten in der Jerusalemer Altstadt heißt das Österreichische Hospiz seit...
23/08/2026

Jede Pilgerreise braucht einen Ort zum Ausruhen.

Mitten in der Jerusalemer Altstadt heißt das Österreichische Hospiz seit Generationen Pilgerinnen und Pilger willkommen – mit Gastfreundschaft, Momenten der Ruhe und einem Zuhause auf Zeit.

Und manchmal auch mit einem Balkon mit Aussicht. ☀️

✈️ Flüge nach Israel finden wieder regulär statt – und für die Herbstferien und die Weihnachtszeit sind bei uns derzeit (noch) Zimmer verfügbar.

Vielleicht ist dieser Ausblick also schon bald Ihrer.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Jerusalem!

🎶 ERWARTUNG – Concert at the Austrian HospiceAn evening of Schoenberg, Brahms, Wagner, Tchaikovsky and more – in the hea...
19/08/2026

🎶 ERWARTUNG – Concert at the Austrian Hospice

An evening of Schoenberg, Brahms, Wagner, Tchaikovsky and more – in the heart of Jerusalem’s Old City.

On Saturday, 5 September, we welcome Orpheus (R.O.) and six musicians to the Austrian Hospice for Erwartung, with a programme of songs, arias and instrumental works.

The concert will also open our cultural programme for the coming season, with several more events planned at the Austrian Hospice throughout autumn and winter 2026.

More to come – details will be announced soon.

📅 Saturday, 5 September 2026 | 19:00
📍 Austrian Hospice, Old City of Jerusalem
🎟 50 NIS | Free for students
Reservations: 054-5478747

Address

Via Dolorosa 37
East Jerusalem
9119402

Opening Hours

Monday 09:30 - 22:00
Tuesday 09:30 - 22:00
Wednesday 09:30 - 22:00
Thursday 09:30 - 22:00
Friday 09:30 - 22:00
Saturday 09:30 - 22:00
Sunday 09:30 - 22:00

Telephone

+97226265800

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